Blue Dye Test

Der Mai macht alles grün und der Schlucktherapeut macht alles blau - so zumindest gilt dieser Umstand in der Diagnostik von Schluckstörungen - speziell für eine tracheotomierte Patientenklientel. Wusstest du eigentlich schon, dass eine gute Diagnostik von Schluckstörungen die beste Form der Prävention darstellt?
Zum anderen gibt sie auch wertvollen Aufschluss über die anstehenden Chancen und Grenzen einer individualorientierten Rehabilitation für den Patienten an.  Summarum erzielt eine Schluckdiagnostik wertvolle Transparenz.

Welchen Statuten muss sich nun eine Schluckdiagnostik unterwerfen, um nachhaltige und qualitative Ergebnisse liefern zu können?
In erster Linie basiert das diagnostische Vorgehen auf subjektivierter Objektivität, Reliabilität, Validität und Zeiteffizienz - es muss maßvoll das Verhältnis zwischen Funktionsfähigkeiten und Dysfunktionen und Kompensationen evaluiert werden, um einen interdisziplinären Therapieprozess generieren zu können.
Nebenbei sei angemerkt, dass NPO (nihil per os) keine Dauerdiagnose sein kann, sondern nur ein pathologisches Momentergebnis repräsentiert.

Als ein Schnelltest für Aspiration kann der modifizierte Evans Blue Dye Test (BDT) her angesehen werden, im deutschsprachigen Raum eher unter dem Namen Blauschluck Test bekannt. In Sachen Aussagekraft, Verlässlichkeit und Zeiteffizienz duelliert sich der BDT erfolgreich gegenüber dem geforderten Evidenzanspruch.

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