Know-how pur 

Du besitzt ein bereits langjähriges Behandlungswissen zum Umgang mit Schluckstörungen oder bist vielleicht sogar ein zertifizierter Fachtherapeut für Dysphagie und/oder bist als Dozent in diesem komplexen Fachbereich tätig,

Dann sollte dir dieser kurze Fragenkatalog einfach von der Hand gehen - test your mind!


Jetzt bist du dran, teste für dich deine Fachexpertise und beantworte die nachfolgenden 10 Fragen?

 

Sicherlich hätte der Fragekatalog auch andere Inhalte umfassen können wie z.B. die neurophysiologische Regulation von Schluckzentren und Assoziationsbahnen, die orofaziale reziproke Innervation, die Rolle visueller Wahrnehmung auf das Schlucksystem, die Funktion des Musculus Temporalis usw., doch letztendlich ist immer der praktische Gedanke und die individuelle Betrachtung federführend in einem Therapieprozess. 


Daher sind die nächsten 10. Fragen durchaus als praktisch relevant anzusehen und bilden deshalb eine grobe Orientierung im theoretischen und praktischen Verständnis.


Frage 1 


Warum sollte man hinsichtlich der oralen Nahrungsaufnahme und Schluckfähigkeit zwischen oraler Belastung von Essen und Trinken unterscheiden? 


Frage 2 


Fallbeispiel: 
Ein Kind mit Syndrom Hintergrund und mittlerer Schluckstörung (Mund - Rachenphase betroffen). Wie entwickelt sich die vorherrschende Schluckstörung während der Pubertätsphase?


Frage 3 


 Was besagt die Penetrations - Aspirations - Skala (PAS) nach Rosenbek und was ist ein Goldstandard?


Frage 4 


Fallbeispiel: 
Ein Kind 8 Jahre mit Syndrom Hintergrund, schwachem ganzkörperlichen Muskeltonus, inkonstanter Mundschluss mit Speichelaustritt aus dem Mund, leichter Schluckstörung (Mund - Rachenphase). Welcher Mechanismus reguliert den permanenten Mundschluss und warum kann das Kind diesen nicht konstant aufrechterhalten?


Frage 5 


Warum ist die klinisch - logopädische Funktionsprüfung der willkürlichen Atemschutzfunktionen irreführend zum Ausschluss einer stillen Aspiration (Eindringen von Speichel, Speisebolus, Fremdkörper)?


Frage 6 


Fallbeispiel: 
Ein Patient 51Jahre mit neurodegenerativer Erkrankung, mittlerer Schluckstörung (Mund - Rachen - Speiseröhrenphase). Wie schließt du am Patientenbett ohne apperative Diagnostik eine mögliche Refluxsymptomatik aus und wozu ist dieses Befundwissen zwingend notwendig?


Frage 7 


Warum hat eine therapeutische Eisstimulation im Mund (intraoral) zur Aktivierung von Wahrnehmung und Bewegung nur wenig Sinn?


Frage 8 


Fallbeispiel: 
Ein Patient 45 Jahre mit neurodegenerativer Erkrankung, mittlerer Schluckstörung, besonders dominant die Rachenphase (Mund - Rachen - Speiseröhrenphase) mit Refluxkomponente. Zu welcher Körperseite hin im Bett darf der Patient nie gelagert werden?


Frage 9 


Der oben genannte Patient von Frage 8 liegt leicht erhöht im Bett. Was machen Sie auf gar keinen Fall, wenn der Patient nachweislich einen Reflux hatte und warum?


Frage 10 


Warum sollten Patienten mit einer zugrunde liegenden Schluckstörung, dominant die Rachenphase betreffend, niemals mit Strohhalm trinken und warum findet man flächendeckend nahezu überall diese Praktik?


Applaus 🙌 du hast es geschafft. 

Aufklärung 


Ein Befund leitet sich von Finden und Wissen ab, also demzufolge kannst du auch nur das finden, was du kennst - und das was du erkannt hast, kannst du demnach verändern. 

Fachtherapeuten, Experten und Lehrtherapeuten die über das Thema Schluckstörungen dozierend und referierend tätig sind, sollten daher mindestens 8 von 10 Fragen gehaltvoll beantworten können, um ihren Schülern und Studenten auch einen gehaltvollen Weg aufzeigen zu können!!!

Auswertung 


Eine Auswertung der 10 Fragen ist folgender Maßen möglich, entweder wusstest du schon alles - Glückwunsch, du bist nicht nur ein Fachtherapeut, sondern ein Experte. Wir sehen uns am nächsten Stammtisch für Dysphagie.


Wenn dies nicht der Fall war, dann steck den Kopf nicht in den Sand. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und ich umschreibe es mit den Worten von Lenin und sage dir "Lerne, Lerne, Lerne", also stürze dich in ein intensives Selbststudium und begebe dich auf eine Reise a la Jules Verne zum Mittelpunkt der Fachliteratur. 

Also, wenn Du ernsthaft an einer fundierten und nachhaltigen Weiterbildung im Bereich Schluckstörungen interessiert bist, dann bewerbe Dich doch für eine Ausbildung zum zertifizierten Fachtherapeuten für die Klinische Dysphagietherapie. 


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